| Brooklyn
Bridge |
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Dieses
Wunderwerk der Brückenbaukunst des 19. Jahrhunderts wurde von
dem gebürtigen Thüringer Johann August Röbling entworfen. Als
er auf der Baustelle zu Tode kam, übernahmen sein Sohn Washington
und dessen Frau die Leitung. Sie vollendete das Bauwerk schließlich
1883 für ihren erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Mann.
20 Jahre lang war es die größte Hängebrücke der Welt. Über Brooklyn
Bridge führen Trassen sowohl für Autos, für die Bahn als auch
für Fußgänger. Letztere Trasse wird allerdings weniger von "Gängern"
genützt als von Joggern. Technik und Ästhetik kann man am besten
zu Fuß bewundern, denn von der Brücke aus bietet sich zusätzlich
ein grandioser Ausblick auf Manhattan.
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| Central
Park |
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Baumgruppen,
Wege, Wiesen, Seen und Felsen, Vögel in erstaunlicher Vielfalt
mitten in der Millionenstadt. Dabei bestand das Gelände Mitte
des 19. Jahrhunderts noch aus stinkenden Sümpfen, magerem Gestrüpp,
Steinen und Felsbrocken. Und heute? Halbnackte Schwarze tanzen
selbstverliebt auf Rollschuhen, Filmstars joggen im Rudel ihrer
Leibwächter, bei Open-Air-Konzerten belagern Zehntausende die
Wiesen, Dealer preisen zischelnd ihre Ware an, und dann und
wann macht ein Überfall, ein Mord Schlagzeilen. Der beste Tag,
um den Park zu erleben, ist der Sonntag, ohnehin ein ganz besonderer
Tag in Manhattan. Denn plötzlich ist die Stadt leer, um 1,5
Mio. Menschen ärmer als an hektischen Arbeitstagen. Die Pendler
bleiben in den Vororten, die Bewohner Manhattans unter sich.
New York wirkt plötzlich träge und gemütlich, die Fifth Avenue
gehört den Fußgängern, die es nach einem ausgiebigen Brunch
unweigerlich in den Park zieht. Der wird dann zur Bühne, und
alle sind Teil einer großen Show: Die wohlhabenden gepuderten
Ladys der Upper East Side, die ihre Pudel ausführen, ebenso
wie die Schwarzen und Puertoricaner, die als Komiker oder Sänger
auftreten, sich als Discodancer profilieren oder ihre Skateboard-Akrobatik
vorführen.
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| Empire
State Building |
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Mit
seinen 381 m war es 1931 das höchste Gebäude der Erde. Erst
1973 wurde es vom World Trade Center übertrumpft. Wunderbar
am Empire State Building war nicht zuletzt die Geschwindigkeit,
mit der es emporgezogen wurde: Nur neun Monate dauerte es bis
zur Fertigstellung. 60000 t Stahl wurden verarbeitet, 6500 Fenster
eingepasst, 5600 km Telefonkabel und 96 km Wasserleitungen verlegt.
73 Aufzüge bewegen sich durch Schächte von 11 km Länge, und
610000 qm Fläche sind vermietet. Die Lobby ist großartig: drei
Stockwerke hoch, marmorverkleidet und reliefverziert. Man hat
ausreichend Zeit, in der Art-deco-Halle zu staunen, denn die
Warteschlangen vor dem Lift, der zu den Aussichtsterrassen führt,
sind sehr lang. Für seine Geduld wird man jedoch reich belohnt:
Der Blick von oben auf die Stadt ist faszinierend. Um ihn zu
genießen, gibt es zwei Möglichkeiten: Von der Plattform im 86.
Stock aus - hier steht man hinter Gittern, die errichtet wurden,
weil Selbstmörder den Turm allzu attraktiv fanden - und vom
102. Stock aus, wo man durch eine gläserne Wand blickt. Manhattan
bei Nacht zu erleben oder bei Anbruch der Dunkelheit, wenn die
ersten Lichter angehen, ist besonders reizvoll.
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| World
Trade Center |
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Eine
Plaza von 20000 qm, die größte geschlossene Einkaufszone New
Yorks, 208 Aufzüge, 50000 Arbeitsplätze, 80000 Besucher täglich,
zwei 420 m hohe Türme - Gigantisches aus der Stadt der Superlative.
Nur mit einem kann sich das World Trade Center nicht brüsten:
das höchste Bauwerk der Welt zu sein, obwohl das Gebäude diese
Stellung schon einmal innehatte; bei seiner Vollendung 1973
reichten seine 420 m für Weltrangplatz Nummer eins noch aus.
Im selben Jahr jedoch setzte Chicago mit dem Sears Tower (443
m) neue Maßstäbe, und den New Yorkern blieb nur der schwache
Trost, dass sie zwar in der Höhe übertrumpft worden waren, jedoch
nicht in der Menge: Zum World Trade Center gehören zwei Türme,
jeder 420 m hoch, jeder mit 110 Stockwerken, mit Liften, Büros,
Geschäften, Restaurants... Das berühmteste Restaurant befindet
sich ganz oben in Turm 1 (North Tower): Windows on the World.
Man wird nur perfekt gekleidet (Jackett, Krawatte) eingelassen,
und was die Preise betrifft, so liegen sie ebenso hoch wie das
Etablissement. Bestechend ist der Blick auf New York, den man
jedoch auch billiger genießen kann: Mit einem Lift erreicht
man in 58 Sekunden die Aussichtsterrasse im 107. Stock von Turm
2 (South Tower). An trüben Tagen sollte man sich vergewissern,
ob sich die Reise lohnt: Eine Tafel im Foyer gibt Auskunft darüber,
wie weit man sehen kann.
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| Statue
of Liberty |
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Die
Fahrt vom Battery Park zur Liberty Island mit der Freiheitsstatue
dauert nur 20 Minuten. Auf der Insel muss man dann oftmals warten,
nämlich auf den Lift, der einen durch den Sockel trägt, und
dann am Beginn der Treppe, über die man - zu Fuß - in den Kopf
der Freiheitsstatue gelangt. Ab 14 Uhr allerdings hat man keine
Garantie, bis zum Strahlenkranz zu kommen! Dann kann es heißen:
"The crown is closed for today." Die 46 m hohe Statue - ursprünglich
hieß sie "Freiheit, die die Welt erleuchtet" - kam als Geschenk
von Frankreich nach Amerika. Initiator der Aktion war der Rechtswissenschaftler
Edouard de Labourlaye, ausgeführt wurde die Arbeit vom Bildhauer
Frédéric Auguste Bartholdi, Gustave Eiffel konstruierte das
Gerüst im Inneren. Am 28. Oktober 1886 konnte die "Freiheit,
die die Welt erleuchtet" mit Pomp enthüllt werden. Nur wenige
Jahre dauerte es, bis sich der Bedeutungsgehalt der Figur veränderte.
Aus der "Freiheit, die die Welt erleuchtet" wurde die "Mutter
der Emigranten", die Einwanderer aus aller Welt mit den im Sockel
eingemeißelten Worten begrüßte: "Bring mir deine Müden, deine
Armen, deine geduckten Massen, die sich nach Freiheit sehnen,
den elenden Abfall deiner überfüllten Küsten, schick sie mir,
die Heimatlosen, vom Sturm Gebeugten. Ich erhebe mein Licht
neben der goldenen Pforte!" Über 16 Mio. Menschen zogen zwischen
1892 und 1954 durch dieses offene Tor; ihnen ist ein Museum,
das Statue of Liberty Museum, im ersten Stock des Sockels der
Freiheitsstatue gewidmet.
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