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Sehenswürdigkeiten in London

 

Westminster Abbey  

Die Krönungskirche und Begräbnisstätte der englischen Könige ist ein prächtiges Beispiel gotischer Baukunst. Die Besucher werden auf einer vorgegebenen Führungslinie durch die Seitenkapellen, vorbei am rund 700 Jahre alten Coronation Chair (Krönungsthron) und am Schrein Edward des Bekenners zur Kapelle von Henry VII gelotst.
Unter filigranen Fächergewölben ruhen hier u. a. Elizabeth I und Maria Stuart. Sehenswert ist auch die Poet´s Corner (Dichterecke) mit Monumenten zu Ehren von Shakespeare, Milton, Keats und vieler anderer Poeten.
Als Elizabeth II 1953 in der Abteikirche gekrönt wurde, dauerte die Zeremonie vier Stunden; die Krone, soviel ist bekannt, drückte.
Öffnungszeiten Hauptschiff und Kloster: Mo-Sa 8-18 Uhr, So zwischen den Gottesdiensten.
Für die Royal Chapels, Poet´s Corner, Chor und Statesmen´s Aisle kürzere Öffnungszeiten. Leider ist Westminster Abbey ständig überfüllt.
Um ihre spirituelle Anziehungskraft zu entdecken, sollte man einen Gottesdienst besuchen.

 

Westminster Abbey
Picadilly Circus  

Piccadilly ist nicht nur die Straßenkreuzung Piccadilly Circus, sondern auch der Name des Viertels und seiner Hauptstraße.
Fixpunkt ist die Statue des "Engels der christlichen Nächstenliebe", die alle als Eros kennen.
Dem Verkehrslärm zum Trotz treffen sich hier Globetrotter aus aller Welt.
Eros dreht Tower Records, Londons größtem Schallplattenladen, den Rücken zu. Gleich am Anfang der Shaftsbury Avenue befindet sich der London Pavilion, ein riesiges Shopping-Emporium. Von Interesse sind hier höchstens der Rock Circus mit Wachsfiguren von Rockstars und der "Rock Island Diner", in dem die Bedienung zwischen dem Auftischen von Hamburgern zu Rock-´n´-Roll-Nummern die Hüften schwingt.
Im Geschäftskomplex Trocadero veranschaulicht eine Ausstellung die Leistungen aus dem Guinness Book of Records. Außerdem gibt es hier den wieder eröffneten "Emaginator" und "Segaworld" (eine Hightech-Amüsementarkade auf mehreren Etagen) und natürlich "Planet Hollywood": ein Hamburger-Restaurant mit Kinomuseum und dröhnender Musik. Kurz - ein wild gewordenes McDonald´s.

 

Picadilly Circus
St. Paul's Cathedral  

Großartig ist der goldschimmernde Raum der Londoner Hauptkirch .
In den Seitenschiffen der Kathedrale reihen sich Ehrengrabmäler für verdiente Militärs, darunter Wellington und Nelson.
Der durch eine Bombe zerstörte Hochaltar wurde 1958 durch einen neuen Marmoraltar ersetzt. Kunstreiches Schnitzwerk von Grinling Gibbons ziert den Chor und die Orgel, auf der schon Händel und Mendelssohn spielten.
In den fünf Kuppelgalerien genießt man einen guten Ausblick auf die Stadt.
In der "Whispering Gallery" (Flüstergalerie) ist das leiseste Wort noch in 30 m Abstand vernehmbar. Reynolds, Turner, van Dyck, Constable und Blake sind in der "Malerecke" bestattet.
Die besondere Anziehung von St. Paul´s erlebt man am stärksten bei winterlichen Abendandachten, Orgelkonzerten oder großen Messen mit Chor und Orchester. 1981 nahm sich die entzückte Nation einen Tag frei, um die vom Fernsehen übertragene Märchenhochzeit von Charles und Diana in St. Paul´s miterleben zu können.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 8.30-16 Uhr, Galerien 10-16.15 Uhr.

 

St. Paul's Cathedral
Soho  

Auf die vielen Platanenbäume und die Grünanlage mitten auf dem kleinen verträumten Soho Square sind die Londoner stolz.
Hier erinnert die French Protestant Church daran, dass Soho seit der Zeit der Hugenotten erste Anlaufstation für Einwanderer vom europäischen Festland war. Dieser kontinentale Einfluss erklärt auch die Existenz der vielen Delikatessenläden und guten Restaurants, z. B. L´Escargot (48 Greek St.) mit französischen Spezialitäten. Im Maison Bertaux (No. 28) schwören Stammkunden auf die Croissants.
Zwischen beiden Adressen wird vermutlich Sex verkauft - das jedenfalls signalisieren Schilder mit dem allgegenwärtigen Wort "Model" in den oberen Fenstern.
Mit Küche von Starkoch Marco Pierre White und Kunst von Damien Hirst bereichert "Quo Vadis" (26 Dean St. ) Sohos gastronomisches Spektrum.

 

 
Madame Tussaud's  

Das berühmte Wachsfigurenkabinett eröffnete 1835 zunächst in der nahen Baker Street, bis es in die Marylebone Road umzog.
Wo sonst findet man Shakespeare, Lenin und Martin Luther King unter einem Dach? Und das in Gesellschaft von Pepys, Picasso und Joan Collins in Glitzerrobe mit tiefem Dekolletee.
Neben den populären Wachsfiguren aus Geschichte, Politik und Showbiz sieht man in der "Chamber of Horror" (Horrorkabinett) Darstellungen makabrer Episoden der britischen Geschichte: Der Serienmörder Dr. Crippen wartet auf seine Hinrichtung;
in einer düsteren Gasse im East End begegnet die Prostituierte Mary Riley auf gruselige Weise Jack the Ripper.
Das Finale des Rundgangs durch die Ausstellung wurde "Spirit of London" betitelt, im Zeitraffer erlebt man die großen Ereignisse der Stadtgeschichte - vom Großen Feuer 1666 bis zu "Swinging London" in den sechziger Jahren .
Öffnungszeiten: Mai-Sept. tgl. 9.30-17.30 Uhr.
Okt.-April 10-17.30 Uhr.
Langes Schlangestehen vor dem Eingang an der verkehrsreichen Marylebone Road ist kein Vergnügen, da hilft nur, möglichst früh zu kommen oder das Ticket vom Reisebüro vorab besorgen zu lassen.

 

Madame Tussaud's
Houses of Parlament  

Die Houses of Parliament, offiziell Westminster Palace, sind ein 3,2 ha großer Komplex aus dem Jahr 1847 mit elf Innenhöfen und 1100 Räumen, die teils zum House of Commons (Unterhaus) und teils zum House of Lords (Oberhaus) gehören. Die fast 770 Jahre ältere Westminster Hall (einziger Teil des ursprünglichen Gebäudes) war früher das Zentrum der Gerichtsbarkeit. In der Stichbalkendecke dieser Halle wurden erst kürzlich Tennisbälle von Henry VIII gefunden.
Der hohe Turm von Big Ben (offiziell Clock Tower) ist berühmt für sein 13 t schweres Glockenwerk, das nach seinem Auftraggeber Sir Benjamin Hall benannt wurde.
Seit 1858 schlägt es jede Stunde; vier kleinere Glocken künden die Viertelstunden an. Eine helle Lampe an der Spitze signalisiert abends, dass das Parlament noch tagt. Wen die langen Schlangen am St. Stephen´s Entrance abschrecken, kann die Lords beim Mittagsschlaf oder die verbale Schlacht im Unterhaus auch im Fernsehen genießen. Die südwestliche Ecke des Oberhauses markiert der Victoria Tower, dessen großes Einfahrtstor nur zur feierlichen Parlamentseröffnung durch die Queen benutzt wird.

 

Houses of Parlament
Hyde Park  

In der 2 km langen und 900 m breiten größten Grünanlage des Hyde Park im Londoner Zentrum jagten einst die Tudorkönige, bevor sich auch das Volk bei Spaziergängen verlustieren durfte.
Speakers´ Corner an ihrem Rand ist ein typisches Resultat britischer Demokratie. 1872 erließ das Parlament ein Gesetz, das Versammlungen und freie Meinungsäußerung erlaubte. Seitdem schwingen sonntags Exzentriker und religiöse Fanatiker ihre Volksreden und werden von der Polizei diskret im Auge behalten... Reiten im Park ist beliebt und kann in der Nähe gebucht werden
Auf einer weiten Grünfläche finden traditionell große Veranstaltungen statt. Hier rockten die Rolling Stones und Queen, hier sang Pavarotti.

 

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