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Mit ihren über 2000 Plätzen gehört die Scala auch zu den größten
Opernhäusern. 1776 bis 1778 wurde sie auf dem Gelände der Kirche
Santa Maria della Scala erbaut.
Bis heute revolutionär: die hängende und somit schwingende Decke,
die den hinteren Rängen eine bessere Akustik beschert, als den
Besuchern in den Logen.
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Die
Entstehungsgeschichte der Scala
Es ist kein Wunder, daß die Scala zu einer der berühmtesten
Opernhäuser der Welt wurde, und es ist auch kein Wunder, daß
die Scala in der lombardischen Hauptstadt entstand, denn schließlich
gilt Mailand ja als die Stadt, in der die Wurzeln der europäischen
Musik zu suchen sind und in der diese Musik auch erste Erfolge
feierte. Es ist bezeichnend für die Geschichte der Scala, daß
für die ersten eigenen antiphonen Hymnen und Lieder unseres
Kontinents eine politische Situation gleichsam zur Entstehung
beitrug.
Als
die Mailänder im Jahre 386 Tag und Nacht in den Kirchen Wache
hielten, um ihren Bischof Ambrosius vor den Nachstellungen
und Truppen der Kaiserin-Mutter Justina zu schützen,
lehrte er sie die Psalmen nach seinen melodischen Eingebungen
singen, um sie erstens wach und zweitens zuversichtlich zu erhalten.
Augustinus schrieb über die ambrosianischen Melodien, er sei
"mächtig bewegt vom Wohllaut dieser Lieder... Damals ward das
Singen eingeführt,... damit das Volk im Übermaß seiner Niedergeschlagenheit
sich nicht erschöpfe.... Der Brauch ist von fast allen Deinen
Kirchengemeinden und auch sonst auf dem Erdkreis übernommen
worden."
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